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Vorwort: Diese Geschichte is von mir SELBST geschrieben also wenn ihr was kopiert gibts ärger -.-

Misery Story....

Noch liegt die Welt dunkel da
Kein Mond, kein Stern erhellt die Nacht


Als ich mir das Leben nahm, hatte ich noch keine Ahnung was mit mir geschehen würde -nach meinem Tode. Es ist kein leichtes Los, wirklich nicht. Das Leben genauso wenig wie der Tod. Diese beiden schrecklichsten Erfahrungen gemacht zu haben erleitchert mir meine weitere Existenz. Ich bin Geschichtenerzähler, Spielmann, Dichter, was immer ihr wollt. Nach euren Maßstäben wäre ich eine Art Geist, aber ich muss gestehen, dass die Maßstäbe der Lebenden wie der Toten nur traurige, ziemlich unterentwickelte Maßstäbe sind. Ich nehme sie nicht mehr wirklich für voll, diese Welt. Ich stehe über ihr. Zumindest über jenen die das "Denken" erlernten.

Ich lernte viele Dinge, nach meinem Tod, nur schade das meine Materie mir noch immer nicht erlaubt ein Instrument zu spielen. Dafür ist meine Stimme ein wahrer Traum. Wirklich! Ich prahle nicht, kein Stück, schon wieder so ein Fehler der denkenden Masse, sagt bloß mit keinem Wort, dass ihr in irgendeiner Tätigkeit gut seit, das fällt schließlich unter "Angeberei". Haltet also weiterhin möglichst wenig von euch selbst, damit ihr beliebt seit, ihr seid dann ja keine "Angeber" mehr. Welch unübertreffbare Logik -nichtmal ich, eines der absoluten Kreaturen dieser Erde kann ihr folgen.

Dichten tue ich selten, wenn erzähle ich vom Tod, wie er ist, wie viel einfacher doch als das Leben -oder ich erzähle von der Existenz in der ich mich momentan befinde, ein Punkt auf der Zeitleiste in dem alles zugleich an Bedeutung verliert und gewinnt. Nie zuvor war mir so klar wie sehr diese Welt zu leiden hat, denn in der "Existenz" höre ich sie schreien wie ein sterbendes Tier. Ich sage ganz bewusst nicht Mensch. "Mensch" ist so ein abstufendes Wort und ich will nicht behaupten das jeder Homo Sapien ein "Mensch" ist. Einige bringen es wirklich fertig zu denken, einige, aber nicht viele. Ich denke es ist nur allzu verständlich dass ich diese Geschöpfe lieber nicht als Mensch bezeichnen möchte... ich beleidige ungerne.

Interessiert euch tatsächlich, was ich für Geschichten zu erzählen habe? Wollt ihr hören, wie grässlich, die Schreie der Erde in meinen Ohren Tag für Tag widerklingen? So tretet näher und lauscht meiner Geschichte... eine Dunkle Geschichte voller Abgründe, Verrat und Lügen... erzählen werde ich es euch in der Märchenform, nur ganz ohne "es war einmal" und "und sie lebten glücklich und zufrieden", denn es ist ein schlechtes Märchen, ein dunkles Märchen ohne Happy End. Es wird nicht einmal Sieger geben... aber nun, ich möchte hier auch nicht allzu viel voraus nehmen, wie ihr vielleicht versteht.

Such a BadFairytale... such a bad lie...

Es war einmal, vor einigen Jahrzehnten. Oder waren es doch schon jahrhunderte? Die Zeit verliert zunehmend an Bedeutung, wenn man schon einmal gestorben ist. Nun, so lange her kann es zumindest nicht sein. Die Welt begann sich nach den Vorstellungen der Menschen zu formen. Berge aus Metall, erhoben sich nackt aus der Erde und fraßen die Bäume auf wie hungrige Tiere ihre Beute.
Das war die Zeit in der ich noch lebte, in der ich mit großen Augen und Begeisterung dabei zusah, wie die Zerstörung langsam fortgesetzt wurde. Gott, wie naiv ich war. Damals war mir nicht klar, dass Menschen einfach nicht dazu geschaffen waren zu wissen, wann man stoppen sollte.
Ich fand es damals schon sehr suspekt, wenn ich sah wie immer mehr Waffen gebaut wurden, einem Tier war es schließlich egal, ob es von einem Degen oder einer Armbrust getötet war, es machte für mich keinen wirklichen unterschied. Bis ich begriff dass jene grässlichen Werkzeuge keinesfalls für Tiere bestimmt waren sondern für die Menschen selbst. In dem Moment wurde mir klar zu was für einer dummen Gattung ich da mein ganzes Leben lang bewundernd aufgeschaut habe.
Eigentlich fängt unsere Geschichte hier erst richtig an.
Ich begann also verzweifelt, nach einem Menschen zu suchen, der all diesem Zerstörungswahn nicht zustimmte, jemandem, der verstand, was hier in der Welt geschah, doch nirgendwo schien ich jemanden zu finden. Der tapfere Prinz in mir schrumpfte immer weiter zusammen, verlor die Hoffnung, dass er jemals irgendjemanden finden würde.
Die Welt war schlecht, die Menschheit unvollkommen. Zumindest letzteres war nur noch ein stummer Fakt, der in meinem Kopf als Echo weiter widerhallte. Ich verspürte einfach keine Lust mehr am Leben selbst, konnte es nicht mehr mit ansehen, wie die "denkenden" Zweibeiner die Prinzessin zerstörten, für die ich geboren war. Sie zu retten schien unmöglich, denn niemand hörte auf mich, warum auch, schließlich war ich nur eines jener niederen Geschöpfe, denen zuzuhören sich offensichtlich nicht lohnte.
Als ich Sel schließlich traf war es schon zu spät, ich war nicht mehr lebendig -tod ist hier das falsche Wort und es hat wirklich lange gedauert bis sie begriff, was ich damit meinte. Ich befand mich in jener zeitlosen Existenz in der ich bis heute bestehe, ah, ich wünschte ich lebte noch einmal, noch ein einziges mal, wäre noch ein einziges mal so schrecklich naiv und blind wie ich es damals war.

Im Sterben liegt des Lebens Sinn
Knie nieder vor der Königin


Es war merkwürdig... der Tag an dem ich sie traf. Sie stand auf einem Grab, die Hände zu Fäusten geballt, eine Träne lief ihre Wange hinunter und glitzerte im Licht der aufgehenden Sonne. Habt ihr schon einmal gesehen, wie es aussieht, wenn sich das Licht bricht? Das gleiche passiert bei einem Regenbogen, nur viel größer und irgendwie unspektakulerer. In tausend Farben warf die Träne das Licht in meine Augen, als sie zu Boden viel und die aufgewühlte Erde benässte.
In diesem Moment hatte Sel den Kopf gehoben und in die Sonne gestarrt ohne zu blinzeln, den Mund zu einem tonlosem Schrei geöffnet. Faszinierend war dieser Anblick, das könnt ihr mir glauben, wennauch ungleich sinnloser als alles was ich je von einem Menschen gesehen hatte. Doch Sel bezeichne ich schon nicht mehr als Mensch, dafür hasst sie ihre eigene Rasse einfach zu sehr.
Wir unterhielten uns viel und ich beschrieb, wie die Erde vor Schmerzen aufheulte, wenn sich wieder ein Metallener Pfeiler in sie rammte. Das Geräusch ist nicht jenes primitive Geheule, dass die Menschen von sich zu geben pflegen, man kann es auch nicht wirklich hören, aber in der Existenz spürt man einfach wie irgendetwas in dir zerreißt. Zumindest war das bei mir so, ich habe nie einen anderen getroffen mit dem ich mich hätte unterhalten können. Ich frage mich wo sie alle sind. Frage mich, wie man dieser Existenz entfliehen kann, bisher fand ich noch keinen wirklichen Weg.
Sel war auch eine der einzigen, die mich zumindest teilweise trösten konnte. "Ach Fayro..." seufzte sie dann immer mit einem lächeln auf dem Gesicht.
Mir steigen immer Tränen in die Augen, wenn ich die Bauarbeiten, die sie durchführen betrachte. Jahrelang habe ich gedacht, Monster wären böse Kreaturen die aus meinem Schrank klettern und mich zerschmettern wollen, jahrelang ... während ich lebte. Heute wünschte ich ich wäre noch ein einziges Mal Kind, würde noch ein einziges mal denken können, das "Monster" nur in den Köpfen existieren. Doch heute weiß ich dass dem nicht so ist, und jedesmal wenn ich spüre, wie die Erde sich vor schmerzen aufbäumt und Fluten, Waldbrände und andere Naturkatastrophen auf die Menschheit loslässt, wenn ich spüre wie in mir irgendein kostbarer Teil zusammen mit der Erde zerbricht werde ich daran erinnert, das dem nicht so ist.

Jahrelang haben mir die Monster nichts getan
Sie machten böse Blicke und schauten mich böse an
Heute wünschte ich ich wäre nochmal Kind
Und dächte das die Monster nur in den Köpfen sind.


Sel hat mir ein wenig geholfen... sie versteht mich, sie hört die Schreie auch.
Und weiter tickt die Zeit... bis an ihr Lebensende

 

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